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Ausrüstung eines römischen Legionärs

 

zur Zeit des Kaisers Augustus

 


 

 Helm

Cassis

Kein anderes Helmmodell war in der römischen Armee so lange und so allgemein in Gebrauch wie der Typus Montefortino.

Er war schon in den punischen Kriegen der Standarthelm des Legionärs und er blieb es bis in die augusteische Aera.

Im 1. Jhd. v.Chr. kam in Germanien neben dem Montefortino dann auch der Typ Hagenau (Coolus) in gebrauch.

Von der spätrepublikanischen Zeit bis in die Mitte des 1. Jhd. n.Chr. wurde der "Stammvater" aller

späteren Legionärshelme eingesetzt, der Helmtyp Weisenau. (Typen: Kaiserlich-Gallisch bzw. Kaiserlich-Italisch)

Die ersten Modelle wurden schon zu beginn des Principats verwendet.

 

Körperschutz

Lorica

Das römische Kettenhemd (Lorica Hamata) war charakteristisch für die frühe Kaiserzeit.

Ein weites ärmelloses Hemd mit einer Aufdopplung an den Schultern, die über der Brust mit einem Riemen

(später zwei Haken) zusammen gehalten wird.

Wie Funde beweisen wurde der Schienenpanzer (Lorica Segmentata) in augusteischer Zeit wohl auch verwendet.

Teile davon hat man auf dem ehemaligen Kampffeld der Varusschlacht ausgegraben.

Die bezeichnung Segmentata ist eine benennung der Neuzeit, wie die Römer diesen Körperschutz wirklich nannten

konnte bis heute noch nicht herausgefunden werden.

 

Militärgürtel

Cingulum militare

Galt als Symbol des Soldatenstandes. In der frühen Kaiserzeit trug man zwei sich kreuzende, metallbeschlagene Cingula,

an denen die Seitenwaffen des Infanteristen, Schwert und Dolch befestigt waren.

Die Gürtel gehörten, über den Panzer geschnallt, zur Felduniform, über die Tunica geschnallt, zur Dienstuniform.

 

Schwert

Gladius

Die Hauptwaffe des römischen Infanteristen und das Symbol für den Legionär war der Gladius.

Eine halblange, breitklingige, Hieb- und Stichwaffe.

Der Gladius wurde während der Punischen Kriege von den Keltiberern übernommen.

Für die augusteische Zeit kommt nur der Gladius vom Typ Mainz in Frage.

Offiziere und Centurionen trugen das Schwert wohl an einem Riemen über der Schulter auf der linken Seite.

Bei den Mannschaften und Unteroffizieren wurde das Schwert bis in die Mitte des 1. Jhd. n.Chr.

auf der rechten Seite am Militärgürtel befestigt.

 

Speer

Pilum

Eine der Hauptwaffen des Legionärs.

Bildliche Darstellungen pilumtragender Soldaten, zeigen diese immer im Besitz eines einzigen Pilums.

Vermutungen zu Folge ist der zweite Speer schon früh im 1. Jhd. v.Chr. verschwunden.

Gut geübte antike legionäre konnten sicher um einiges weiter als 25m werfen. In einer Schlacht hat man wohl

selten auf Entfernungen von über 20m das Feuer eröffnet.

 

Schild

Scutum

Neben Speer und Schwert war der Schild der wichtigste Teil in der Bewaffnung eines Legionärs.

Das Scutum, der klassische Schild der römischen schweren Infanterie, war durch seine längliche,

gewölbte und ovale Form charakterisiert.

Von der Republik bis ind die ersten Jahrzehnte des Principats war diese Form in Gebrauch. Nicht zu verwechseln mit den

flachen Ovalschild der Auxiliartruppen. Der geläufige rechteckige Typus kam erst ab mitte des 1. Jhd. n.Chr.

 

Dolch

Pugio

Die dritte Waffe mit der der Infanterist der frühen Kaiserzeit ausgerüstet war. Sowohl bei den Legions- und Auxiliartruppen

wurde der Pugio von allen Mannschaften und Dienstgraden an einem seperaten Cingulum zur

Dienst- oder Felduniform getragen. In Kampfberichten antiker Autoren wird der Dolch fast nie erwähnt.

Daraus resultiert das er nicht mehr als eine Reservewaffe für den äußersten Notfall war.

 

 

 

Quelle: Marcus Junkelmann " Die Legionen des Augustus"

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